Am 23. Oktober 2011 feiert missio den Sonntag der Weltmission, die große, weltweite Solidaritätsaktion der Katholischen Kirche mit den Menschen in Afrika, Asien und Ozeanien.
In diesem Jahr steht der Senegal im Fokus. Zu diesem Anlass wurden zahlreiche Gäste aus dem westafrikanischen Land eingeladen, die von ihrer Heimat berichten.
Offizieller Auftakt zu vielen spannenden Begegnungen und informativen Veranstaltungen war am Sonntag, 2. Oktober in Hamburg. Nach der Eröffnung waren die Gäste aus dem Senegal in den deutschen Diözesen unterwegs sein - zu Gottesdiensten, Vorträgen, Begegnungen und Schulbesuchen. Missio-Gast der Diözese Passau ist Bischof Ernest Sambou.
Im Beisein von Schulamtsdirektor Wilhelm Lindinger und Bürgermeister Josef Thalhammer, der früher selbst in der kirchlichen Entwicklungsarbeit tätig war, wird der Bischof unserer senegalesischen Partnerdiözese Saint Louis an der Abt-Joscio-Schule Niederalteich herzlich empfangen. Die Kinder haben ein buntes musikalisches Programm vorbereitet und freuen sich darauf, dem senegalesischen Bischof zu begegnen.
In diesem Jahr steht der Senegal im Fokus. Zu diesem Anlass wurden zahlreiche Gäste aus dem westafrikanischen Land eingeladen, die von ihrer Heimat berichten.
Offizieller Auftakt zu vielen spannenden Begegnungen und informativen Veranstaltungen war am Sonntag, 2. Oktober in Hamburg. Nach der Eröffnung waren die Gäste aus dem Senegal in den deutschen Diözesen unterwegs sein - zu Gottesdiensten, Vorträgen, Begegnungen und Schulbesuchen. Missio-Gast der Diözese Passau ist Bischof Ernest Sambou.
Im Beisein von Schulamtsdirektor Wilhelm Lindinger und Bürgermeister Josef Thalhammer, der früher selbst in der kirchlichen Entwicklungsarbeit tätig war, wird der Bischof unserer senegalesischen Partnerdiözese Saint Louis an der Abt-Joscio-Schule Niederalteich herzlich empfangen. Die Kinder haben ein buntes musikalisches Programm vorbereitet und freuen sich darauf, dem senegalesischen Bischof zu begegnen.

Der Senegal ist ein Land, das in den Nachrichten selten vorkommt. Das mag daran liegen, dass die Republik Senegal seit ihrer Gründung im Jahr 1960 politisch relativ stabil ist, keine nennenswerten Bodenschätze aufweist und nur selten von großen Krisen oder Naturkatastrophen heimgesucht wird. Doch die Menschen im westlichsten Land Afrikas kämpfen mit großen Problemen. Auf der UN-Liste des Human Development Index belegt der Senegal den 144. Platz. Er zählt zu den 50 am wenigsten entwickelten Ländern der Welt. Mehr als die Hälfte der Menschen leben unter der Armutsgrenze. Fische sind das wichtigste Exportgut des Landes. Aber senegalesische Fischer finden immer weniger in ihren Netzen vor, da die Regierung die Fangrechte an asiatische Länder und die EU verkauft hat. Zwei Drittel des Senegal liegen in der Sahelzone, was den Anbau von Nahrungsmitteln schwierig macht. Die Menschen leiden immer wieder unter Hungerwellen. Junge Senegalesen suchen nach Arbeit. Vielfach versuchen sie, nach Europa zu gelangen – und bezahlen dies mit ihrem Leben.
Aber immer mehr Menschen im Senegal möchten ihre Zukunft aktiv gestalten und Herausforderungen annehmen. Prägende gesellschaftliche Kraft ist die katholische Kirche. Eine noch junge Kirche, die besonders durch ihren Einsatz im Schul- und Bildungssystem sowie im Gesundheitswesen landesweit sehr geschätzt wird. Speziell die Frauen können sich auf den Rückhalt in der Kirche verlassen – leisten diese doch informell einen erheblichen Beitrag zur Wirtschaftsleistung des Landes und ernähren ihre Familien.
Lebendig und selbstbewusst zeigt sich die Kirche im Senegal – noch mehr, da sie sich in einer Minderheitensituation befindet. Die überwiegende Mehrheit der senegalesischen Bevölkerung ist muslimischen Glaubens (94 Prozent). Fünf Prozent sind Christen, ein Prozent Anhänger traditionell afrikanischer Religionen. Der Islam im Senegal gilt als gemäßigt. Der Dialog zwischen Muslimen und Christen, den der Alltag den Menschen auferlegt, funktioniert in vorbildlicher Weise.